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Russische Dozentinnen lernen deutschen Journalismus kennen

Irina Zinoveva(Dekanin Universität Nizhnij-Nowgorod, Heinrich Meyer (Herausgeber NRZ), Anastasija Leonova (Dozentin), Sabine Roschke (MAR), Kerstin Loos (MAR) von links nach rechts. Foto: André Hirtz/ FUNKE Foto Services

Eine weite Reise haben Anastasija Leonova und Irina Zinoveva auf sich genommen, um ihr zweiwöchiges Praktikum bei der NRZ anzutreten. Eine Reise, die die zwei Dozentinnen der linguistischen Fakultät der Universität in Nizhnij Nowgorod, gerne in Kauf nehmen. Nachdem schon seit vielen Jahren Studentinnen und Studenten der linguistischen Fakultät die Möglichkeit eines Praktikums in der Partnerstadt Essen bekommen, möchten sich jetzt auch die Dozentinnen einen Einblick verschaffen und an dem Redaktionsalltag deutscher Journalisten teilnehmen.

Ermöglicht wird diese Reise durch das Engagement von NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer und der Stiftung Presse-Haus NRZ. Als langjährige Kooperationspartner fungieren die Medien-Akademie Ruhr und die Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung. Durch diese erfolgreiche Kooperation dürfen zwei Mal im Jahr russische Studentinnen und Studenten einen Einblick in das deutsche Presseleben erlangen. Dabei profitieren nicht nur die russischen Studierenden von dieser Kooperation, auch unsere Journalisten können durch den Austausch mehr über die Presselandschaft in Russland erfahren.

Mit großer Begeisterung berichten Anastasija Leonova und Irina Zinoveva beim Abschlussgespräch am Mittwoch, den 18. April, Heinrich Meyer von ihren Erfahrungen und Einblicken.  Jeweils eine Woche haben die beiden getrennt voneinander in verschiedenen NRZ-Redaktionen mitgewirkt oder an Seminaren der Medien-Akademie Ruhr teilgenommen. Dabei hat sie nicht nur das top ausgestattete Rundfunkstudio beeindruckt, sondern auch das Entstehen einer Tageszeitung wie der NRZ.

Die Arbeit in den Redaktionen der NRZ

Sowohl in der Titelredaktion als auch beim Regio Desk sammelten die beiden Einblicke und wirkten bei der täglichen Arbeit an der Erstellung der Zeitung mit. In ihrer Woche bei der NRZ schrieben die beiden bereits eigene kleinere Artikel, formulierten Überschriften und verfassten Polizeimeldungen. Eine etwas kniffeligere Aufgabe, so Irina Zinoveva, war das Aussuchen eines Witzes für die Zeitung. Obwohl die Russin sehr gut Deutsch spricht, ist es doch immer schwierig den richtigen Humor in einer Fremdsprache zu treffen.

Hospitanz in der Medien-Akademie Ruhr

Doch nicht nur die Arbeit in den Redaktionen gefiel den beiden russischen Dozentinnen sehr. Auch die Hospitanz in der Medien-Akademie Ruhr (MAR) hinterließ einen deutlich spürbaren positiven Eindruck. In ihrer Woche bei der MAR hatten Anastasija Leonova und Irina Zinoveva die Möglichkeit an verschiedenen Seminaren teilzunehmen. Unter anderem besuchten sie das zweitägige Seminar Sprechübungen. Dort lernten sie auch kreatives Sprechen mit sprachlichen Übungen im Rundfunkstudio. Auch die Seminare Web-Video und crossmediale Projekte erhielten viel Lob.

Am Ende ihres zweiwöchigen Praktikums ziehen Anastasija Leonova und Irina Zinoveva eine durchweg positive Bilanz und können sehr gut nachvollziehen, warum ihre Studierenden immer gerne nach Essen zur NRZ wollen. Sie haben viel gelernt und haben sich fest vorgenommen, vieles bei den Studierenden in Russland umzusetzen und sie noch gezielter auf ihr Praktikum bei der NRZ vorzubereiten. In den Seminaren haben sie viel über Methodik und Didaktik erfahren, was sie als linguistische Dozentinnen sehr gut zu Hause umsetzen können.

Doch nicht nur aus den Seminaren nehmen die beiden viel mit, durch die Arbeit bei der NRZ ist Irina Zinoveva so begeistert von der Entstehung einer Zeitung, dass sie laut darüber nachdenkt eine kleine Uni-Zeitung zu entwickeln. Eine Idee für einen Namen hat sie auch schon „kleine NRZ“.

Text: Constanze Cürten